Optimal für den Todessturz: Müngstener Brücke, Solingen-Schaberg
20. Februar 2008Für alle, die keine Freunde von Vergiftungen sind und es lieber schnell und (beinahe) schmerzlos mögen, habe ich heute einen Tipp: den Todessturz. Wichtig dabei ist es, dass ihr einerseits ein sehr hohes Bauwerk auswählt, andererseits sollte der Untergrund für den Aufschlag möglichst hart sein. Denn es gab schon Fälle, da wurden auch Stürze aus größerer Höhe überlebt, weil der Untergrund aus sehr weichen, feuchten Wiesen bestand.
Wer ohnehin naturverbunden ist und eine ideale Möglichkeit für einen Todessturz sucht, ist auf der Müngstener Brücke in Solingen-Schaberg (NRW) sehr gut aufgehoben. Diese Brücke verläuft mehr als 100m über dem Tal der Wupper und dem Brückenpark, der sich direkt am Ufer der Wupper befindet. Die Anreise ist entweder mit dem Auto oder mit der Bahn (Haltestelle: Solingen-Schaberg) möglich. Während man mit dem Auto direkt den Brückenpark anfahren und dort parken kann, ist bei der Anfahrt mit der Bahn ein kurzer Weg durch den Wald hinunter ins Tal notwendig. Dort kann man am Ufer der Wupper noch ein paar Gedanken aufschreiben, welche man vielleicht hinterlassen will, oder einfach nur entspannen und sich auf den eigentlichen Akt des Todessturzes vorbereiten.
Die beste Tageszeit für einen Sprung ist der Abend oder die Nacht, da man bei Tageslicht zu schnell entdeckt werden könnte, bevor man die Brücke vom Bahnhof Solingen-Schaberg aus erreicht. Ohnehin muss man aufpassen, dass man ein Zeitfenster erwischt, wo man nicht sofort von der Regionalbahn aus gesehen werden kann, welche tagsüber alle 20 Minuten und abends alle 30 Minuten über die Brücke verkehrt. Man hat nach der Abfahrt des Zuges also nur 20 bis 30 Minuten Zeit, um vom Bahnhof zur Brücke zu gelangen, sich final zu entschließen und herunterzuspringen. Andernfalls dürfte es nach der Entdeckung höchstens 5-15 Minuten dauern, bis die (Bundes-) Polizei vor Ort ist und man sich mit dem lästigen Gesindel von Polizei und Feuerwehr herumschlagen muss, das einen vom Sprung abhalten will. Ihr solltet also schon auf dem Weg dorthin oder beim vorherigen Aufenthalt am Ufer der Wupper mit dem Leben abgeschlossen haben, so dass ihr - vielleicht nach einem letzten Blick über den Wald und das Tal - nur noch springen müßt. Am besten ist der Sprung von einer Stelle aus, bei dem Ihr entweder im Brückenpark oder nahe am Ufer der Wupper aufschlagt. Das Ufer ist dort eher steinig und im Brückenpark ist der Untergrund recht hart und kompakt, was angesichts einer Höhe von über 100 Metern aber auch nicht mehr wirklich zählt. Aus dieser Höhe wäre selbst der Sturz ins seichte Wasser dort halsbrecherisch.
Viel Erfolg!
Links
Website zur Müngstener Brücke
Wikipedia über die Müngstener Brücke
Weitere Infos zur Müngstener Brücke